Nach 26 Jahren ist es Zeit, „Adieu“ zu sagen – und wir merken: Man kann eine Schnitzelbankgruppe verabschieden, aber man kann sie nicht einfach aus dem Herzen abmelden.
Das Echo vom Säntis war für unsere VSG weit mehr als ein fixer Programmpunkt. Es waren zwei Menschen, eine Stimme – und doch ein ganzes Echo. Ein Echo, das Jahr für Jahr an der Fasnacht durch die Beizen und Cliquenkeller gezogen ist, mit diesem unverwechselbaren Ostschweizer Dialekt, der nicht nur Worte färbt, sondern Stimmung schafft. Und dann diese Form: Zweizeiler, glasklar und treffsicher. Manchmal sanft wie ein Augenzwinkern, manchmal scharf wie ein Käsemesser – aber immer mit Haltung, immer mit Stil. Es war eine Kunst, aus zwei Zeilen ein ganzes Bild zu machen. Und das Echo vom Säntis hat das 26 Jahre lang geschafft: pointiert, humorvoll, menschlich.
Wir sind als VSG stolz, dass das Echo vom Säntis so lange bei uns zuhause war. Stolz, weil ihr nicht einfach „aufgetreten“ seid – ihr habt mitgetragen, mitgestaltet, mitgeprägt. Eure Auftritte hatten diesen seltenen Zauber: Man lacht, man nickt, man denkt kurz „genauso!“, und im nächsten Moment ist schon wieder die nächste Pointe da. Schnitzelbanksingen eben – aber in eurer Handschrift.
Und ja: Wir sind auch traurig, dass ihr nun aufhört. Weil mit eurem Abschied etwas leiser wird, das bei uns über Jahre verlässlich geklungen hat. Weil man sich an euren Echo gewöhnt hat– und weil man es vermisst, sobald es fehlt.
Gleichzeitig sagen wir von Herzen: Danke. Danke für 26 Jahre Mut zum Reim, Freude am Dialekt, Liebe zur Form und Treue zur Fasnacht. Danke für all die Abende, an denen ihr uns alle und das Publikum beschenkt habt – mit Humor, mit Ironie und mit dieser ganz eigenen Wärme zwischen den Zeilen.
Wir wünschen euch für die Zeit danach nur das Beste: viel Gesundheit, viel Leichtigkeit, viel Freude an allem, was kommt. Und auch wenn jetzt einmal ohne Schnitzelbank: Wir hoffen, das Leben reimt sich weiter gut für euch – vielleicht nicht mehr an der Fasnacht, aber sicher im Herzen.
Echo vom Säntis: Ihr geht – aber euer Klang bleibt.