Wer ist die VSG

Von Cornflakes bis Corona – die Geschichte der VSG Basel

Während in den USA ein gewisser Herr Kellogg 1906 die Cornflakes erfand, hatten ein paar Basler eine mindestens genauso knusprige Idee: die Gründung der VSGB – wie die VSG damals noch hiess. Und siehe da: so wie die Flocken aus der Packung, ist auch die VSG bis heute in aller Munde – seit über 120 Jahren!

1906 – Die Geburt der VSG
Ein paar kleinere Schnitzelbank-Gruppen wollten Ordnung ins närrische Chaos bringen. Sie schlossen sich zur VSGB zusammen – damals mussten es mindestens fünf Mitglieder sein, und zugelassen waren nur Musikgruppen. Gesungen wurde oft gar nicht: die Verse wurden gesprochen, manchmal ohne Larven, dafür aber mit Musikbegleitung. Frech galten die Bänke schon damals – Behörden, Politiker und öffentliche Personen bekamen ihr Fett weg. „Ungehobelt“ nannte man das. Wir nennen es heute: Tradition.

Die nächsten Jahrzehnte im Schnelldurchlauf

  • 1910: Die VSG singt vor allem in den Aussenquartieren.
  • 1915–1918: Pause. Der Erste Weltkrieg stoppt die Fasnacht.
  • 1920: Fasnacht verschoben – wegen Influenza (ja, die gab’s auch damals schon).
  • 1931: 25 Jahre VSG!
  • 1948: Im „Schluss-Oobe“-Programmheft taucht erstmals ein Theaterstück auf.
  • 1956: 50 Jahre Jubiläum – die VSG wird zur Institution.

Die wilden Siebziger & Achtziger
Qualität wird wichtiger, eine Jury kommt (und geht wieder, und kommt wieder …). Man singt in bis zu 75 Lokalen (!), streicht dann wieder welche, bis man sich auf die Innenstadt konzentriert. 1973 wird die erste Frau in den Vorstand gewählt – ein Meilenstein.

Vom Namenswechsel bis zur Blaggedde

  • 1986: Aus der VSGB wird die VSG 1906.
  • 1999: Die erste eigene Blaggedde glänzt in Gold und Silber.
  • 2001: Der Rheinfelderhof wird zur Stammbeiz.
  • 2006: 100 Jahre VSG – gefeiert wie es sich gehört.

Die Moderne: Innovation & Online-Auftritte

  • 2016: Der „Bangg-Check“ wird eingeführt – Qualitätssicherung mit Basler Charme.
  • 2020: Corona stoppt die Fasnacht, aber die VSG lässt sich nicht stoppen: sie gehen online.
  • 2022: Der Weiherhof wird Stammbeiz.
  • 2023: Formate wie „Värsli Schriiberei“ oder „Neue Värsli-Börse“ werden neu umgesetzt.

2026 – Das grosse Jubiläum
Nach 120 Jahren knallt’s wieder richtig: Am Jubiläums-Schluss-Oobe gibt’s nach fast einem halben Jahrhundert wieder ein Theaterstück aus den eigenen Reihen.