Pfluumeboppi

Veröffentlicht am 26. Januar 2026 um 19:44

Pfluumeboppi

Baseldeutsch für: ein junger Mann mit dem Herz auf der Zunge und etwas zuviel auf den Lenden. Ein bisschen frech, ein bisschen warmherzig – und sofort sympathisch.

Im Oktober 2025 ploppte beim VSG-Vorstand ein E-Mail auf. Absender: ein hochmotivierter junger Herr mit seiner Mutter, die nach intensiver Web-Recherche fand, dass die VSG von allen Gesellschaften am sympathischsten rüberkommt. Das Mutter-Sohn-Gespann mochte vor allem, dass wir den neuen Formationen nicht einfach sagen: «Mach mal!», sondern sie wirklich begleiten. Das hat beiden so gefallen, dass er 2026 unbedingt bei uns mitsingen wollten.

Ein paar E-Mails später sassen wir bereits beim Sohn im Wohnzimmer. Und zack – haut er uns die ersten Verse auf den Tisch, präsentiert sein Konzept und bombardiert uns mit Fragen, als wäre er auf der Jagd nach dem goldenen Värsli-Oscar. Der Funke sprang sofort über: Der Typ hat Feuer. Und Talent. Und eine hochmotivierte Mutter zur Seite, die den Helgen präsentiert und den einen oder anderen Seitenhieb dazu gibt. Beide haben diese wunderbare Fähigkeit, Alltagswahnsinn in vier Zeilen so zu verpacken, dass man lachen muss – ob man will oder nicht.

Wie es bei der VSG Tradition ist, starten neue Formationen im ersten Jahr locker: noch nicht offiziell im Verein, aber voll unter dem Dach der VSG unterwegs. Mit eigenem Götti, der schaut, dass niemand allein rumirrt, keiner verheizt wird und jeder sicher durch die Fasnacht kommt. Denn VSG ist keine Zweckgemeinschaft – es ist eher wie eine WG aus verrückten Verse-Schmieden: Man schaut aufeinander und trägt sich gegenseitig durch den Beizen-Jungel.

Und der Pfluumeboppi? Der hat in wenigen Wochen einen Sprint hingelegt, dass selbst Shaqiri neidisch wäre. Unzählige Verse geschrieben, bei zwei Värsli-Börsen vorgelesen, Lacher eingesammelt wie andere Leute Panini-Bilder – und dabei sein Selbstvertrauen von «vorsichtig optimistisch» auf «kommt, ich hab noch zehn Verse im Rucksack» hochgestuft. Am Bangg-Check Mitte Januar hat er dann, mit seiner Mutter in Top-Form, voll abgeräumt!

Wir freuen uns auf seine erste Fasnacht als Schnitzelbänkler und wir sind uns sicher; das Publikum auch!